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12/07/2019

Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck

Was bedeutet Pastoraler Zukunftsweg? Darüber informieren jetzt sogenannte Multiplikatoren. Zum Beispiel Dr. Burkhard Knipping. Er war zu Gast bei der Vorstandsklausur des Kolping-Diözesanverbands im Erzbistum Köln.

Bergisch Gladbach. Dr. Burkhard Knipping hängt einen rosa Zettel auf die große Pinnwand in einem der Konferenzräume des Kardinal Schulte Hauses. „Motivierend“ steht darauf. Daneben hängen weitere rosa Zettel mit Wörtern wie „einladend“ oder „Schnittstelle“. Beschriftet haben sie kurz zuvor die 13 Frauen und Männer, die gegenüber Knipping sitzen. Es sind die Vorstandsmitglieder des Kolping-Diözesanverbands im Erzbistum Köln, die zu ihrer jährlichen Klausur in Bensberg (Bergisch Gladbach) zusammengekommen sind.

Neben Umstellungen in der Kolping-Geschäftsstelle und der Buchhaltung beschäftigt sich der Vorstand auch mit dem Thema, das derzeit viele im Erzbistum bewegt: Den Pastoralen Zukunftsweg. Wie kann Gemeindeleben und katholische Verbandsarbeit angesichts sinkender Gläubigen- und Priester-Zahlen gelingen? Wie kann „zusammen Kirche sein“ in Zukunft aussehen? Und was bedeuten die Veränderungen für einen Verband wie Kolping?

Um diese Fragen anzuregen und in kleinen Arbeitsgruppen Antworten zu entwickeln, ist Dr. Burkhard Knipping ins Kardinal Schulte Haus gekommen. Er ist einer von rund 70 sogenannten Multiplikatoren – hauptberufliche Mitarbeiter des Erzbistums, die eine Gemeinde, ein Verband oder eine andere kirchliche Einrichtung einladen kann, um sich über den Pastoralen Zukunftsweg informieren zu lassen (siehe letzter Absatz).

Dabei versuchen die Multiplikatoren, auf die spezifischen Fragen des Gastgebers einzugehen. Beauftragt und geschult wurden sie vom Erzbistum Köln. „Mit diesem Angebot wollen wir weiter fördern, dass interessierte Gruppen Informationen zu unserem Zukunftsweg bekommen, konkrete Fragen zum aktuellen Stand der Überlegungen stellen und ihre Sicht zu zentralen Themen des Zukunftsweges mitteilen können“, erklärt Generalvikar Dr. Markus Hofmann.

In Bensberg tauscht sich der Kolping-Vorstand etwa zweieinhalb Stunden angeleitet durch den Multiplikator aus. Knipping hat viele Daten und Grafiken mitgebracht. Katholikenzahlen, Kirchensteuereinnahmen, Mitarbeiter in der Seelsorge – die Prognosen weisen nach unten. Das Erzbistum will gegensteuern, allerdings nicht nur auf der finanziellen und strukturellen Ebene, wie durch Knippings Präsentation deutlich wird. Der Pastorale Zukunftsweg soll vor allem auch ein „geistlicher Prozess“ sein. Dieses Schlagwort benutzte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bereits in seinem Fastenhirtenbrief 2015.

Auch der Kolping-Vorstand diskutiert über mögliche Entwicklungen und überlegt, wie der Verband mit diesen umgehen könnte. Eine Klausurteilnehmerin wünscht sich „eine ganz klare Haltung, die sich aus dem katholischen Glauben begründet, und die wir auch vertreten.“ Ein anderes Vorstandsmitglied findet, dass in dem Selbstverständnis der Ortsgruppen als Familien eine große Chance liegt. Ein weiteres Mitglied zitiert den Vater des Kolpingwerks, Adolph Kolping, und mahnt, auch in Zukunft die „Nöte der Zeit“ zu erkennen.

„Wir wollen jetzt nicht stehen bleiben“, betont Martin Rose, Vorsitzender des Kolping-Diözesanvorstands, nach Ende der Klausur. „Uns geht es darum, die nächsten konkreten Schritte im Vorstand zu beschließen.“ Dabei will Rose auch die Kolpingsfamilien vor Ort mitnehmen. Insgesamt glaubt er, dass sich die Weiterentwicklung des Verbands und der Pastorale Zukunftsweg an vielen Stellen gut miteinander verbinden lassen. Einen Impuls aus Knippings Anregungen hebt Rose besonders hervor: „Wir sind die Agierenden. Wir müssen uns jetzt aufmachen in unserer Verantwortlichkeit als Christen, als Getaufte und Gefirmte.“ (ahi)

Wenn Sie gerne einen Multiplikator in Ihre Gemeinde, Ihren Verband oder eine andere kirchliche Einrichtung einladen möchten, nutzen Sie das Kontaktformular: www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/pastoraler_zukunftsweg/anfrage-multiplikator

Der Kolping-Diözesanvorstand mit Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (vorne links) und Vorsitzendem Martin Rose (vorne rechts). Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren mit ihrem Vorsitzenden Martin Rose (Mitte) über den Pastoralen Zukunftsweg. Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (im Hintergrund) begleitet die Gruppe dabei. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (links) bringt Schlagwörter an der Pinnwand in einem der Konferenzräume des Kardinal Schulte Hauses an. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Multiplikator Dr. Burkhard Knipping. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (links) erhält zum Dank für seinen Vortrag ein Geschenk. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Der Kolping-Diözesanvorstand mit Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (vorne links) und Vorsitzendem Martin Rose (vorne rechts). Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren mit ihrem Vorsitzenden Martin Rose (Mitte) über den Pastoralen Zukunftsweg. Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (im Hintergrund) begleitet die Gruppe dabei. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Mitglieder des Kolping-Diözesanvorstands diskutieren über den Pastoralen Zukunftsweg. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (links) bringt Schlagwörter an der Pinnwand in einem der Konferenzräume des Kardinal Schulte Hauses an. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Multiplikator Dr. Burkhard Knipping. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck
Multiplikator Dr. Burkhard Knipping (links) erhält zum Dank für seinen Vortrag ein Geschenk. Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck