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26/02/2020

Wie und wo haben wir Erfahrungen mit gelungener Willkommenskultur gemacht? Das war eine der Fragen, die wir gemeinsam mit den Teilnehmenden des Pilotprojektes bei verschiedenen Auftakttreffen diskutierten.

Kürzlich erzählte mir ein Pfarrer, wie er für ein neues Gemeindemitglied, das Interesse am Singen hat, den Kontakt zum Kirchenchor der Pfarrei vermitteln wollte. Leider ohne Erfolg. Denn obwohl der Chor immer wieder über Nachwuchssorgen klagt, war ein neues Gesicht offenbar nicht willkommen.

Erfahrungen wie diese haben uns im Arbeitsfeld „Geistlicher Kulturwandel und Vertrauensarbeit“ motiviert, über die Willkommenskultur in unseren Gemeinden nachzudenken. Denn wir sehen eine gelebte Willkommenskultur als einen wesentlichen Baustein des Pastoralen Zukunftsweges.

Kultur des Willkommens als Pilotprojekt
Jetzt freuen wir uns, dass wir seit dem Ende des vergangenen Jahres mit drei Gemeinden Pilotprojekte zu genau diesem Thema durchführen dürfen, um dessen Stellenwert zu bekräftigen. Unser Arbeitsfeld hat dazu ein kleines Team gebildet – mit Pfarrer Franz Meurer, Susanne Breyer, Dr. Swen Höbsch und mir. Und wir haben Gemeinden eingeladen, sich aktiv um die Teilnahme am Pilotprojekt „Willkommenskultur“ zu bewerben. Der Sendungsraum Bad Honnef/Unkel, die Pfarrgemeinde St. Thomas Morus im Bonner Norden und der Sendungsraum Euskirchen/Bleibach-Hardt wurden als Teilnehmer ausgewählt. Dort haben sich jeweils zwei Personen gefunden, die das Projekt für die Gemeinde gestalten.

Projektgemeinden bilden Kernteams
Uns war es wichtig, dass dabei eine Person aus dem Pastoralteam und eine Engagierte oder ein Engagierter aus den Gemeinden das Kernteam bilden. Zunächst haben wir uns als Projektteam mit jedem Kernteam getroffen – um uns gegenseitig kennenzulernen und zu überlegen, wie und wo wir Erfahrungen gelungener Willkommenskultur gemacht haben. Aber auch, wie es mit eben dieser Kultur in den Projektgemeinden aussieht. Als Leiterin des Projekts war ich selbst bei allen Terminen mit dabei und habe sofort gemerkt – in allen drei Gemeinden wird nicht erst seit dem Pilotprojekt darüber nachgedacht, wie Kirchengemeinden und Orte kirchlichen Lebens einladend und offen gestaltet werden können.

Partizipation – mit Vielen gestalten
Seit Beginn dieses Jahres geht es richtig los: in den Projektgemeinden wird die Idee auf unterschiedliche Weise weitergetragen. Denn das Projekt Willkommenskultur soll nichts für „Experten“ sein, sondern mit vielen Interessierten in den Gemeinden diskutiert und gestaltet werden. Das Spannende und zugleich auch Herausfordernde ist, dass wir an den drei Orten mit den konkreten Personen, die mittun möchten, das Pilotprojekt individuell gestalten. Partizipation ist dabei für uns der entscheidende Begriff. Erfolg können nur Ideen haben, die von vielen getragen und mitgestaltet werden. Nur so bleibt es nicht einfach ein Projekt, das wir bis in den Sommer dieses Jahres als Team begleiten, sondern eine Möglichkeit für die Gemeinden, etwas zu beginnen, das sie dann selbstständig weiterführen, und das auf möglichst vielen Beinen steht.

Wir als Projektteam sind Begleiter und Impulsgeber – wir können Erfahrungen einspielen und helfen, Initiativen umzusetzen. Aktuell ist es unsere Aufgabe, mit den Gemeinden ihre jeweils ganz konkrete Idee zu entwickeln. Wie sich das gestaltet, und welche Schritte wir dabei gehen, davon möchte ich in regelmäßigen Abständen berichten. Dazu werden wir St. Thomas Morus in Bonn und den Sendungsraum Euskirchen/Bleibach-Hardt ein bisschen genauer in den Blick nehmen.

Kontaktdaten
Kristell Köhler, Referentin für Glaubenskommunikation
Erzbistum Köln | Generalvikariat
Hauptabteilung Seelsorge
Abteilung Erwachsenenseelsorge
Referat Erwachsenen- und Familienpastoral

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Postanschrift:
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