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31/01/2020

Lisa Brentano, Pastoralreferentin im Erzbistum Köln, ist zu Gast am Ursulinengymnasium ­und spricht mit Schülerinnen über die Rolle von Frauen in der Kirche und über den Pastoralen Zukunftsweg. © Erzbistum Köln / Olaf Gruschka

„Starke Frauen brauchen manchmal starken Kaffee“, sagt Lisa Brentano lachend, als sie vom Dom aus in Richtung des Kölner Ursulinengymnasiums geht. Die 32-Jährige, die als Pastoralreferentin in der Kölner Innenstadt arbeitet, gesteht, dass vor der Messe der Erzbischöflichen Mädchenschule im Dom keine Zeit mehr für einen Kaffee war. Zwischen Altstadt und Agnesviertel, ein wenig versteckt in einer Seitenstraße, liegt das Ursulinengymnasium. In der Aula ist schon alles vorbereitet. Langsam füllen sich die Stühle, die mit Blick auf die Bühne am Ende des Raums in Reihen hintereinander aufgebaut sind. Lisa Brentano setzt sich zusammen mit vier anderen auf die Bühne. Sie wurde von Schülerinnen der Oberstufe eingeladen, um in einer Podiumsdiskussion über die Rolle von Frauen in der Katholischen Kirche ins Gespräch zu kommen.

Dass gerade heute in der Schule diskutiert wird, ist kein Zufall. Lehrerkollegium und Schülerinnen feiern heute den Gedenktag einer Schutzheiligen ihres Gymnasiums, die – wer hätte es gedacht – nicht Ursula heißt: Vor über 380 Jahren wurde die Schule von Schwestern des von Angela Merici gegründeten Ursulinenordens aufgebaut. Bis heute ist Angela Merici eine Schutzheilige, eine Patronin der Kölner Schule.

Kölner Schülerinnen organisieren Podiumsdiskussion
Lisa Brentano fühlt sich zwischen ihren Gesprächspartnerinnen und den Schülerinnen inmitten der lebendigen Diskussion sichtlich wohl. „Ich finde es wichtig, dass kontroverse, kirchliche Themen so offen und konstruktiv ins Gespräch gebracht werden“, berichtet Brentano. Das Diskutieren der vielen unterschiedlichen Perspektiven auf das komplexe Thema helfe dabei, Meinung zu bilden oder zu schärfen.

„Fragen nach der zukünftigen Rolle von Frauen in der Kirche
waren auf den Regionalforen des Pastoralen Zukunftswegs präsent:“

Frauen in der Kirche – ein Querschnittsthema
Das Podiumsgespräch ist nicht ihre erste Auseinandersetzung mit der Thematik: „Als eine Frau, die in Kirche und für Kirche arbeitet, denke ich selbstverständlich ständig über die Rolle von Frauen in der Kirche nach. Und ich bin froh, dass ich nicht die Einzige bin, die sich damit beschäftigt.“ Brentano, die auf dem Zukunftsweg des Erzbistums Köln aktuell im Fokusteam ‚Pfarrei der Zukunft‘ mitarbeitet, erklärt: „Fragen nach der zukünftigen Rolle von Frauen in der Kirche waren auf den Regionalforen des Pastoralen Zukunftswegs so präsent, dass das Thema seitdem Querschnittsthema in allen Arbeitsbereichen des Zukunftsprozesses ist.“

Wichtige Themen auf dem Pastoralen Zukunftsweg
Querschnittsthemen sind Bereiche, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Regionalforen in Köln, Euskirchen und Düsseldorf im letzten Jahr als besonders wichtig erachtet wurden. Neben ‚Frauen in der Kirche‘ sind ‚Christusbegegnung‘, ‚Wachstum‘, ‚Ökumene‘, ‚Jugendliche und junge Erwachsene‘ sowie ‚Pastorale Innovation‘ weitere Querschnittsthemen.

„Mitreden ist ein zentraler Gedanke des Pastoralen Zukunftswegs.“

Mitreden und die Kirche der Zukunft mitgestalten
Die Diskussion im Ursulinengymnasium hat Lisa Brentano motiviert: „Mitreden, die eigene Meinung ins Gespräch bringen und andere Meinungen anzuhören – das ist ein zentraler Gedanke des Pastoralen Zukunftswegs im Erzbistum Köln. Wenn das auf dem weiteren Weg genauso gut klappt wie heute Morgen hier in der Aula, dann mache ich mir um die Zukunft unserer Kirche keine Sorgen.“

Erzbistum Köln investiert in Bildung

Mit seinen Schulen, Bildungswerken und Familienbildungsstätten ist das Erzbistum nach dem Staat der größte Bildungsträger der Region. Das Angebot reicht von der frühkindlichen Bildung in Eltern-Kind-Kursen über den schulischen und berufsbezogenen Unterricht bis zur gemeinwohlorientierten Aus- und Weiterbildung.