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10/10/2019

350 Teilnehmer beim zweiten Regionalforum

Euskirchen. Beim zweiten von drei Regionalforen zum Pastoralen Zukunftsweg diskutierten heute mehr als 350 Menschen in Euskirchen über die Zukunft des Glaubens im Erzbistum Köln. Grundlage der Gespräche war dabei die „Zielskizze“, die seit Sommer 2018 in fünf Arbeitsgruppen erarbeitet worden war. Die Teilnehmer erhielten im Anschluss an die Vorstellung ausführlich Gelegenheit, sich mit Fragen, Anregungen, Lob und Kritik einzubringen.

„Das große Interesse an den Regionalforen und der intensive Austausch sind in meinen Augen ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass es eine große Bereitschaft vieler Gläubiger gibt, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und die Zukunft der Kirche im Erzbistum Köln mitzugestalten“, zeigte sich Kardinal Rainer Maria Woelki erfreut.

In 18 Gesprächskreisen konnten sich die Teilnehmer über Themen wie Ehrenamt, Nachhaltigkeit und diakonisches Handeln austauschen und anschließend einige Ergebnisse präsentieren. „Es beginnt im Kopf“, so eine Teilnehmerin mit Blick auf Haltungsänderungen und neue Denkweisen auf dem Pastoralen Zukunftsweg. „Es kommt darauf an, ob wir einander trauen und uns gegenseitig etwas zutrauen“, ergänzte ein anderer Teilnehmer.

Diese Offenheit für Neues dürfe sich nicht auf den binnenkirchlichen Bereich beschränken, betonte Dr. Werner Kleine, der Leiter des Arbeitsfeldes „Kommunikation, Dialog, Öffentlichkeit“ in der Abschlussrunde: „Die Welt stört manchmal unsere Kreise und das ist auch gut so. Wenn wir Sauerteig werden wollen, müssen wir uns mit der Welt auseinandersetzen“, so sein Plädoyer. Der Pastorale Zukunftsweg dürfe nicht allein eine innerkirchliche Selbstvergewisserung bleiben.

Fünf Teams hatten sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Situation der katholischen Kirche im Erzbistum Köln befasst. In zahlreichen Gesprächen, Auswertungen und Erhebungen beteiligten sie dabei insgesamt etwa 10.000 Menschen. Die Überlegungen wurden in der Zielskizze zusammengefasst. Dazu zählen Ideen für zukunftsweisende Gemeindeformen und deren angemessene Leitung mit Beteiligung von Gefirmten, der erforderlichen Qualifizierung von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen, den erhöhten Stellenwert und die Verlebendigung von Gottesdiensten und Sakramentenspendung, eine Verbesserung der Kommunikation auf allen Ebenen und zukunftsfähige Strukturen.

Am kommenden Wochenende findet in Düsseldorf das dritte und letzte Regionalforum statt. Danach sollen die vielseitigen Beratungen über die Zielskizze in die Entwicklung eines „Zielbildes“ für das Erzbistum Köln als Perspektive für das kommende Jahrzehnt einfließen. (pek190928)