Arbeitsfelder und Ergebnisse

Themen der fünf Arbeitsfelder: Grundlage aller Erarbeitungen

Die Themen der fünf Arbeitsfelder wurden in Zusammenarbeit mit dem Diözesanpastoralrat zu Beginn der Aktuellen Etappe in der zweiten Jahreshälfte 2018 festgelegt. Sie dienen seitdem als Grundlage aller Erarbeitungen.

Die fünf Arbeitsfelder
I. (Geistlicher) Kulturwandel, Vertrauensarbeit
  1. Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Wir erkennen an, dass die katholische Kirche Vertrauen verloren hat. Glaubwürdigkeit hat daher Vorrang.
  2. Umgang mit Fehlern und Verletzungen: Wir achten das Scheitern, wir hören die Klage, wir arbeiten an Versöhnung, individuell, materiell, strukturell.
  3. Macht und geteilte Verantwortung: Wir teilen Verantwortung – zwischen Laien und Klerikern, zwischen Frauen und Männern. Entscheidungen werden transparent getroffen. Wir leben Demokratie und Subsidiarität.
  4. Vitalität und Attraktivität des Glaubens: Wir vertrauen auf die Strahlkraft des Evangeliums. Wir leben unseren Glauben – katholisch weit, symphonisch bunt, d.h. vielfältig.
  5. Freiheit und Vernunft: Christus macht uns frei. Die Kirche ist daher Ort und Zeugin der Freiheit. Der Mensch als Glaubender, Zweifelnder, Fragender ist Kirche.
  6. Nähe und Distanz: Wir laden ein zur Begegnung mit Gott und den Menschen.
II. Kirche (in ihrer ganzen Breite) vor Ort
  1. Liturgia: Die sonntägliche Eucharistiefeier und alle weiteren liturgischen Formen werden einladend und wertschätzend gefeiert.
  2. Martyria: Verkündigung geschieht zielgruppengerecht und in Wort und Tat überzeugend.
  3. Diakonia: Die Sorge um Bedürftige ist Anliegen aller Getauften und Gefirmten.
  4. Koinonia: Die vielfältigen Gruppen und Gemeinschaften der Kirche vor Ort eröffnen Räume der Glaubenserfahrung und der christlichen Lebensgestaltung.
  5. Mission: Begeisterung und Freude über unseren Glauben ziehen andere Menschen an und führen zu Jesus Christus.
  6. Strukturen & Ressourcen: Veränderte Strukturen & Ressourcen ermöglichen eine Befüllung und Verlebendigungdes pastoralen Rahmens und stellen die Kirche von Köln nachhaltig für die Zukunft auf.
III. Kommunikation, Dialog, Öffentlichkeit
  1. Kommunikationsziele: Ziel jeder Form kirchlicher Kommunikation ist es, durch die Verkündigung in Tat und Wort Menschen zu Jesus Christus zu führen.
  2. Kommunikationshaltung: Inhalt und Form kirchlicher Kommunikation sind mit der dahinterstehenden inneren Haltung identisch: Die Kirche ist Werkzeug des Handelns Gottes.
  3. Kommunikationsinhalte: Die Verkündigung des Wortes Gottes in Tat und Wort ist Inhalt jeder kirchlichen Kommunikation.
  4. Kommunikationspartner: Im Mittelpunkt kirchlicher Kommunikation steht die konkrete Person. Daher orientiert sie sich inhaltlich, sprachlich und bildlich an den Adressaten.
  5. Kommunikationskanäle: Die Kirche ist in den für die jeweiligen Adressaten relevanten Kanälen vertreten. Analoge und digitale Kommunikation ergänzen einander.
IV. Ausbildung & Kompetenzerweiterung
  1. Attraktivität (Akquise, Motivation und Anreizsysteme): Interesse wecken und halten für kirchliche Berufe und Tätigkeiten; Motivationen stärken; Anreizsysteme, die Berufsfreude, Engagement und Resilienz fördern
  2. Zentrale Kompetenzen: relevante und neue Kompetenzen und Inhalte, die bereits heute und in Zukunft besonders benötigt werden
  3. Formate und Standards: neue und bewährte Formen der Qualifizierung; Haltungen; Methoden
  4. Strukturen (Rahmenbedingungen & Verfahrenswege): Ebenen und Kooperationen festlegen
  5. Nachhaltigkeit: lebenslanges Lernen; längerfristige Begleitung; Feedbackkultur; Qualitätsprüfung etc.
V. Effizienz & Nachhaltigkeit (Dienstleistung)
  1. Handlungs- und Veränderungsbedarf: Kleine Änderungen am System werden zukünftig nicht mehr ausreichen
  2. Primat des Inhalts: Inhaltliche Arbeitsfelder setzen Schwerpunkte, denen Struktur- und Effizienzüberlegungen folgen
  3. Vertrauen und Verantwortung: Erhöhung der Entscheidungskompetenz vor Ort (unter Beachtung von Ressourcen/Kompetenzen), aber klare Zuordnung von Verantwortung
  4. Effiziente Strukturen: Vor allem die Strukturen sind neu zu denken; Strukturaufbau bedarfsorientiert angehen

Zielskizze 2030

Zielskizze 2030 als erster Entwurf des Zielbildes 2030

Auf Grundlage zahlreicher Analysen und Beteiligungsformate entstand nach in etwa einem Jahr intensiver Beratungen in den Arbeitsfeldern die Zielskizze 2030. Die Zielskizze war ein Arbeitsentwurf für das Zielbild 2030, das am Ende der Aktuellen Etappe vorliegen wird.

Anhand sieben verschiedener Bereiche schlug die Zielskizze Lösungsvorschläge für die Ausgangsfragen der Arbeitsfelder vor. Im Zentrum aller Überlegungen stand dabei die Frage, wie man als Kirche auch in Zukunft nahe bei den Menschen bleiben könne.

Die Überlegungen wurden im Herbst 2019 zunächst dem Diözesanpastoralrat, dann allen Interessierten und Engagierten aus dem Erzbistum im Rahmen der Regionalforen vorgestellt. Im Folgenden dokumentieren wir den damaligen Stand der Überlegungen zur Erneuerung des kirchlichen Lebens in unserem Erzbistum:

Zielskizze – Begleittext und Schaubild zum Download unter www.zukunftsweg.koeln/#zielskizze

Zielskizze 2030

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Begleittext Zielskizze

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Schaubild Zielskizze

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Pfarrei der Zukunft

Pfarrei der Zukunft: Zwischenergebnisse zur künftigen Pfarreienlandschaft

Eine erste Konkretisierung der Zielskizze hin zum Zielbild 2030 wurde Ende August 2020 auf dem Diözesanpastoralrat ausführlich beraten. Die Zwischenergebnisse zur „Pfarrei der Zukunft“ stellen eine Weiterentwicklung der Zielskizze hin zum Zielbild dar und betreffen das kirchliche Leben vor Ort.

Während „Pfarrei“ und „Gemeinde“ sonst oft synonym gebraucht werden, soll im Erzbistum zukünftig klar unterschieden werden: Demnach sind Gemeinden bestimmte Orte, an denen Menschen sich als eine Gemeinschaft im Geiste Jesu Christi zusammenfinden. Die Pfarrei stellt die sakramentale Einbindung in die Weltkirche sicher und ist als pastorale Einheit zugleich Körperschaft öffentlichen Rechts. Sie ist das pastorale und strukturelle „Dach“ vieler lebendiger Gemeinden.

Unsere heutigen „Kirchturmgemeinden“ werden solche Gemeinden sein, und zu Beginn sicher den Großteil der Gemeinden darstellen. Wir nennen sie „örtliche Gemeinden“, weil sich ihr Leben an den Kirchorten abspielen wird. Daneben wollen wir in Zukunft neue Formen von Gemeinden fördern. Solche Gemeinden können aus Gemeinschaften und Gruppen wachsen, die in einer kirchlichen Einrichtung zusammenkommen, z.B. Familienzentren, Krankenhäuser oder Senioreneinrichtungen. Auch Jugendkirchen können eigene Gemeinden sein. Solche Gemeinden nennen wir „Personalgemeinden“.

„Wesentlich für eine Gemeinde ist, dass sie missionarisch lebendig, liturgisch vielfältig und solidarisch aktiv in ihr jeweiliges Umfeld ausstrahlt und damit die Grundvollzüge des Kirche-Seins lebt.“ (Generalvikar Dr. Markus Hofmann)

Die Pfarrei der Zukunft im Erzbistum Köln
Pfarrei der Zukunft – Schaubild und Begleittext zum Download unter www.zukunftsweg.koeln/#pfarreiderzukunft

Schaubild Pfarrei der Zukunft

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Begleittext Pfarrei der Zukunft

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Zielbildentwurf

Teilentwurf des Zielbildes 2030

Dank der Mitarbeit der fünf Arbeitsfelder, zahlreicher Expertinnen und Experten in 32 Fokusteams und der Gremien des Erzbistums hat das Zielbild 2030 deutlich an Kontur gewonnen. Ende November 2020 konnte dem Diözesanpastoralrat ein Teilentwurf des Zielbildes vorgestellt werden. Der dem Diözesanpastoralrat vorgelegte Entwurf nimmt zahlreiche Rückmeldungen aus den Beteiligungsformaten auf, die es seit Beginn der Aktuellen Etappe immer wieder gab. Auch die Rückmeldungen aus den Seelsorgebereichsforen wurden in den Gremien der Aktuellen Etappe beraten und werden bei der Ausarbeitung des Zielbildes berücksichtigt.

Bei dem diskutierten und veröffentlichten Textentwurf handelt es sich um die Kapitel 1 bis 3 des Zielbildes. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Kapitel bilden unter anderem Vorschläge zur Intensivierung und Verlebendigung von Katechese, Glaubenskommunikation und Liturgie, zur Ausdifferenzierung von diakonischen Netzwerken auf Pfarreiebene und zu dem karitativen Engagement des Erzbistums Köln in Deutschland und auf der Welt. Kapitel 4 und 5 werden auf dem Diözesanpastoralrat am 23. Januar 2021 vorgestellt und erörtert. Das Zielbild selbst wird nach Einarbeitung der Rückmeldungen des Diözesanpastoralrats und weiterer Beratungsgremien dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zur Entscheidung vorgelegt. Abschließend wird das finale Zielbild 2030 dem Diözesanpastoralrat in einer Sondersitzung im Mai 2021 präsentiert und danach veröffentlicht.

Entwurf Zielbild 2030 – Kapitel 1-3

PDF (2,67 MB)

Vision Schöpfungs­verantwortung

Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit nehmen eine zentrale Stellung in den Überlegungen zur Zukunft des Erzbistums Köln ein. Mit dem Visionspapier „Klimapositives und nachhaltig schöpfungsfreundliches Erzbistum Köln“ wurde dem Diözesanpastoralrat am 28. November 2020 ein konkretes Ergebnis des Pastoralen Zukunftsweges vorgestellt und anschließend veröffentlicht. Aufgrund der aktuellen und gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Themas war es der Wunsch Kardinal Woelkis, schon vor der Fertigstellung des Zielbildes mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Schöpfungsverantwortung zu beginnen.

Die Vision soll bis 2030 in sechs Handlungsbereichen umgesetzt werden, die alle innerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs des Erzbistums Köln liegen, nämlich

  • Gebäude & Energie,
  • Biodiversität,
  • Beschaffung,
  • Mobilität,
  • Bildung & Pastoral und
  • Umweltmanagement.

Für diese sechs Bereiche gibt das Visionspapier konkrete Handlungsschritte vor. Eine konkrete Maßnahme im Bereich Gebäude und Energie, die bereits im Oktober 2020 gestartet wurde, ist das Projekt schöpfungsfreundliche Energieumstellung. Schwerpunkte des Projektes sind die flächendeckende Installation von Photovoltaik, die Umstellung auf regenerative Heizungstechniken und die Umstellung auf Ökostrom und -gas in den kommenden drei Jahren.

Übersicht Vision Schöpfungs­verantwortung

PDF (389,34 kB)

Visionspapier Schöpfungs­verantwortung 2030

PDF (4,72 MB)

Besetzung der Arbeitsfelder

Besetzung der fünf Arbeitsfelder der Aktuellen Etappe

Die Mitarbeitenden in den 5 Arbeitsfeldern der aktuellen Etappe des Pastoralen Zukunftswegs wurden nach Kriterien ausgewählt, die der Diözesanpastoralrat in seiner Sitzung Ende Juni 2018 aufgestellt hatte. So sollten die Mitarbeitenden u.a. Erfahrung und Innovationskraft mit Blick auf pastorale Veränderungsprozesse einbringen und einen Arbeitsumfang von 8 Stunden pro Woche für ihre Mitarbeit aufwenden. Es handelt sich sowohl um Pastorale Dienste, Mitarbeitende des Generalvikariates und weiterer kirchlicher Dienstgeber als auch um Engagierte.

Durch die Besetzung sollten möglichst vielfältige inhaltliche Perspektiven aus dem ganzen Erzbistums abgedeckt werden, wobei es nicht um Repräsentanz von Regionen oder Gremien ging. Der Kreis der Personen wurde deshalb aus Vorschlägen ausgewählt, die zuvor vom Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln, den Leitern der Hauptabteilungen im Erzbischöflichen Generalvikariat, weiteren Personen und den Leitungen der Arbeitsfelder selbst gemacht werden konnten.

Die Leiter der fünf Arbeitsfelder (v.l.n.r.): Kreisdechant Norbert Hörter, Pastoralreferent Georg Lingnau, Pfarrer Franz Meurer, Dr. Mechthild König, Pastoralreferent Dr. Werner Kleine.
Mitglieder in Arbeitsfeld I: (Geistlicher) Kulturwandel, Vertrauensarbeit
  • Pfr. Franz Meurer (Arbeitsfeldleiter)
  • Susanne Breyer
  • Sr. Johanna Domek OSB
  • Dr. Werner Höbsch
  • Kristell Köhler
  • PR Peter Otten
  • PR Beatrix Reese
  • Markus Roentgen

Ehemaliges Mitglied:

  • Klaus Nelißen
Mitglieder in Arbeitsfeld II: Kirche (in ihrer ganzen Breite) vor Ort
  • Pfr. Norbert Hörter (Arbeitsfeldleiter)
  • Pfr. Frank Heidkamp
  • Christian Hartmann
  • Kirsten Hahn-Pellico
  • Teresa Winkel
  • Stephan Neuhoff
  • Diakon Dr. Winfried Vogel

Ehemaliges Mitglied:

  • Dorothea Herweg
Mitglieder in Arbeitsfeld III: Kommunikation, Dialog, Öffentlichkeit
  • PR Dr. Werner Kleine (Arbeitsfeldleiter)
  • Dr. Udo Wallraf
  • Dr. Johannes Sabel
  • Diakon Ralf Knoblauch
  • PR Nils Wiese
  • Pfr. Dr. Reiner Nieswandt
  • Diakon Tobias Wiegelmann

Ehemaliges Mitglied:

  • Sr. Veronica Krienen OSB
Mitglieder in Arbeitsfeld IV: Ausbildung & Kompetenzerweiterung
  • PR Georg Lingnau (Arbeitsfeldleiter)
  • PR Lisa Brentano
  • Annelie Bracke
  • Stefanie Feder
  • PD Dr. Thomas Fößel
  • Birgit Hess
  • Lydia Ossmann
  • Pfr. Regamy Thillainathan

Ehemalige Mitglieder:

  • PR Irmgard Conin
  • Prof. Dr. Michael Ziemons
Mitglieder in Arbeitsfeld V: Effizienz & Nachhaltigkeit
  • Dr. Mechthild König (Arbeitsfeldleiterin)
  • Dr. Martin Günnewig
  • Dr. Martin Böckel
  • Dr. Stefan Eckert
  • Dr. Marcus Heinrich
  • Dr. Rüdiger von Stengel
  • Hildegard Metten