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29/06/2020

H wie Haltungen

In der Reihe „Das ABC des Pastoralen Zukunftsweges“ stellen wir Ihnen heute die Buchstaben E-H vor – von E wie Evangelisierung bis H wie Haltungen.

E wie Evangelisierung

„Evangelisieren ist in der Tat die Gnade und eigentliche Berufung der Kirche, ihre tiefste Identität.“
(Papst Paul VI., Evangelii nuntiandi, 14)

„Im Altgriechischen bedeutete das Verb »evangelisieren« zunächst ganz allgemein und ohne religiöse Bedeutung: »eine gute Nachricht verkünden«. Jemanden zu evangelisieren hieß, ihn oder sie im Guten auf dem Laufenden zu halten: über eine glückliche Geburt etwa, die Genesung nach langer Krankheit, den Erfolg in einer wichtigen Sache oder gar das Ende eines Krieges.

… das Ostergeheimnis war die gute Nachricht schlechthin! Und so wählte die frühe Kirche ein eigentlich unscheinbares Wörtchen aus, um den Kern ihres Glaubens zu umschreiben: Gottes gute Nachricht in Jesus Christus: das Evangelium, die frohe Botschaft für die Welt! »Evangelisieren« wurde zu einem christlichen Wort, das keinen Zusatz mehr brauchte, weil es immer eindeutiger nur noch das Eine ausdrückte: das ansteckende Zeugnis über Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi.“
(Rainer Maria Kardinal Woelki, Die Freude am Evangelium wiedergewinnen. Fastenhirtenbrief 2020, Seite 2-3)

F wie Fokusteam

„Eine Neuausrichtung tut Not – nicht um Löcher zu stopfen, sondern um als Glaubensgemeinschaft in Jesu Christi Namen zur Fülle unserer Möglichkeiten zu gelangen.“
(Rainer Maria Kardinal Woelki, Mitten unter Euch. Fastenhirtenbrief 2016, Seite 5)

Die Arbeitsfelder haben die Zielskizze 2030 vorgelegt – Ideen und Vorschläge, wie sich das Erzbistum Köln verändern sollte. Zahlreiche Rückmeldungen, Fragen und Anmerkungen, Lob und Kritik haben diese Zielskizze geschärft. Damit aus der Skizze ein Bild werden kann, arbeiten Fokusteams an konkreten Maßnahmen, die die notwendigen Veränderungen bewirken. Mitglieder der fünf Arbeitsfelder, Pastorale Dienste, Engagierte sowie Mitarbeitende des Generalvikariats und weiterer Fachstellen arbeiten gemeinsam daran, im Detail Maßnahmen zu entwickeln. Auf Basis dieser Maßnahmen entsteht – nach Beratungen im Diözesanpastoralrat und den Seelsorgebereichsforen – im Herbst das Zielbild.

Copyright: Jonas Heidebrecht

F wie Freude

„Die Evangelisierung führt uns dazu, die Freude am Evangelium wiederzugewinnen, die Freude, Christen zu sein.“
(Papst Franziskus, Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland, Seite 10)

Wir als karnevalserprobte Rheinländer wissen: Freude ist eine ernste Sache. Echte Freude verleugnet nicht die Wunden der Welt. Sie richtet den Blick auf das geschenkte Glück. Freude erwächst aus Dankbarkeit. Mitte unseres Glaubens ist Danksagung: Eucharistie. Das Leben als Geschenk annehmen – so kann Freude zu einer Haltung werden, die uns hält. Auf dem Pastoralen Zukunftsweg wollen wir das gemeinsam neu entdecken: Freude an Gott, Freude an den Menschen, Freude an der Welt und Spaß an der Freud.

G wie Gebet

„Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.“
(Galaterbrief, Kapitel 4, Vers 6)

Jesus betet. Wir können durch die Kraft des Heiligen Geistes in dieses Gebet des Herrn einstimmen und Gott Vater nennen. Wer von Gott sprechen will, muss mit ihm sprechen – in diesem doppelten Sinn. Daher ist das Gebet eine Grundpraxis des Pastoralen Zukunftsweges. Wenn wir beten, weitet sich unser Blick und sieht Gott und den Mitmenschen. Wenn wir beten, wissen wir, dass wir das eigentlich Wichtige nicht machen können, sondern empfangen müssen. Das Gebet hält uns wachsam, das Unsere dazu zu tun.

H wie Haltungen

Wenn wir uns neu orientieren wollen, müssen wir bei unseren Haltungen anfangen.
Wie wollen wir in Zukunft im Erzbistum Köln miteinander umgehen? Die Antwort: Sieben grundlegende Haltungen, die an der Botschaft Jesu ausgerichtet sind. Mit diesen Haltungen kann eine Erneuerung gelingen:

Gott vertrauen · Menschen hören · Neues denken · Barmherzig sein · Nachhaltig handeln · Verantwortung teilen · Spaß an der Freud

Das geschieht nicht von heute auf morgen – und erst recht nicht von oben verordnet. Haltungen ändern sich, indem sich Kontexte verändern.

Copyright: Jonas Heidebrecht

> Haltungen aus Arbeitsfeld I